Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Baustelle in Jabelitz

Jabelitz 21 ist ein kleines Haus- und Hofprojekt auf dem platten Land Mecklenburgs südlich zwischen Rostock und Wismar.
im August 2018 verbrachten wir dort zwei wunderschöne, entspannte, sonnige Bauwochen um zusammen mit den Bewohner*innen zu bauen, zu feiern und zu leben.

Die grosse Dreiseitenscheune ist vom Bauamt gesperrt und Teile des statischen Auflagenkatalogs wurden umgesetzt: ganz viel Holz und Metall überall reinjagen und verbauen, die Giebel anbinden und dabei ganz viel mit dem Radlader rumspielen.
Die Dreiseitenscheune Jabelitz 21 ist ein wichtiger Teil verschiedener dezentraler Veranstaltungs-orte in Mecklenburg für Bildung und Kultur jenseits von Nichts und Afd.

Weiterhin haben wir Teile des Dachbodens für die Dämmung vorbereitet um weiteren beheizbaren Raum zu schaffen. Dachschrägen ausgleichen, Traglattung anbringen, Osb anschiessen und Dachfenster einbauen.

Ein bisschen nebenbei wurde auch noch eine Holzwerkstatt mit einem neuen Blechdach ausgestattet und eine logistisch wichtige Zimmertür eingebaut.
Schön wars und kuschlig!

Weingerüst auf Utamara

Im Septemper reparierten wir das Weingerüst der Frauenbegegnusstätte Utamara e.v., damit dort wieder lecker Weinmarmelade gemacht werden kann.

Gemeinsam mit den Frauen und Mädchen wurde vor Ort gewerkelt und gelernt: Wir zeigten den Umgang mit Handkreissäge, Kettensäge und Stichsäge. Es wurde angerissen, gebohrt und ausgestemmt- Lernbaustelle vom feinsten:-) Außerdem gabs eine Einführung in Obstbaumschnitt, ganz praktisch an den Bäumen vor Ort. Beeindruckt von der wichtigen Arbeit die bei Utamara geleistet wird und voll guter Bau- und Sonnenenergie (30 Grad! im September!) beendeten wir die Baustelle mit gefachsimpel über eines unserer Lieblingswerkzeug- die Heppe:-)

Dachsanierung Buschenschank Wieserhoisl

Wieserhoisl 2.0
Wir fahren erneut zum Wieserhoisl – diesmal das Projekt: Dachsanierung des Buschenschank (Buschenschank bezeichnet in Österreich einen Ausschank mit Jause und Getränken an Ausflugsorten). Der Buschenschank am Wieserhoisl soll für Seminare und Gästegruppen nutzbar gemacht werden.

Dazu war es nötig die undichte Dacheindeckung zu erneuern, die vorhandene rotte Dämmung zu tauschen und mit einem neu gedämmten, hinterlüfteten Dachaufbau zu ersetzen.
Ingesamt 7 Wochen wurde am Hof zusammen gebaut, gelernt, gearbeitet, gekocht, geernet und vor allem gelebt. Morgens gab es eine Baubesprechung mit Ausstauschrunde und Arbeitsaufteilung. Nach dem Arbeitstag (am Dach, in der Küche oder im Garten) wurde nochmals in einer Runde der Tag reflektiert, Befindlichkeiten ausgetauscht und falls nötig Unstimmigkeiten beredet.
Dadurch konnte eine sehr entspannte und vertrauensvolle Atmosphäre auf der Baustelle und im allgemeinen Zusammensein entstehen.

Zuerst musste das alte Dach bis auf die Innenverschalung abgetragen werden. Dabei kam nicht nur Schönes zu Vorschein. Vor allem das Entfernen der alten Steinwoll-Dämmung hatte es in sich…

Und dann kamen die ersten Problemstellen zum Vorschein: Ameisen, Feuchtigkeit und der Lauf der Zeit hatten an einigen tragenden Balken genagt. Dank dieser unerwarteten (naja…) Herausforderungen war es nötig und möglich etwas tiefer in die Materie der Zimmerei-Reperatur-Verbindungen einzusteigen.

Nachdem alles geflickt und Problemstellen an der Gaubenkehle verstärkt wurden konnte mit dem Neuaufbau begonnen werden.
Die Sparren wurden mit Bohlen verstärkt und gleichzeitig die Dachfläche ausgeglichen. Die Dampfbremse wurde von Aussen gelegt und verklebt. Anschliessend konnte die neue Dämmung eingebracht werden. Dann gings ans Einschalen, Unterspannbahn legen, Konterlattung und Traglattung nageln.

Da die Zeit für diese Bauphase nun zu Ende, aber das Dach noch nicht eingedeckt war, beschlossen wir uns im Herbst erneut für drei Wochen zu treffen um Einzudecken und Dachflächenfenster einzubauen.

Das war wieder sehr schön und alle waren froh, stolz und glücklich als der letzte Ziegel lag. Der gemeinsame Baustellenabschluss konnte nun entspannt auf dem Hoffest der Wiesls begangen werden.

Dachbodenbaustelle in Volzendorf

Anfang November haben wir die neue Kommune in Volzendorf erneut besucht. Diesmal haben wir die oberste Geschossdecke des Wohnhauses gedämmt, den Dachstuhl verstärkt und auf dem Dachboden Dielen verlegt. Über die oberste Geschossdecke geht in einem beheizten Haus viel Wärme verloren, wenn diese nicht isoliert ist. Der Dachstuhl soll zwar perspektivisch ausgebaut und als Wohn- oder Seminarraum nutzbar gemacht werden, doch dies wird wahrscheinlich erst in einigen Jahren realisierbar sein.

Es war uns wieder wichtig möglichst ökologisch nachhaltige Baustoffe zu verwenden.So haben wir Holzfaser- Einblasdämmung als Dämmstoff ausgewählt. Dieser Dämmstoff ist relativ günstig, vollständig ökologisch abbaubar und kann sehr flexibel eingesetzt werden. Den Dachstuhl haben wir durch den Einbau zusätzlicher Pfosten verstärkt um einen späteren weiteren Ausbau des Dachbodens zu erleichtern.
Während der drei Wochen, die wir gebaut haben, haben wir in der Regel mit drei bis sechs Personen zusammen gearbeitet und es war uns wichtig die anfallenden Aufgaben regelmäßig rotieren zu lassen. So war es für fast alle möglich z.B. beim Zuschnitt der Dielen etwas Routine mit der Handkreissäge zu erlangen oder einiges an Übung zu bekommen beim Annageln der Dielen.

Glashaus fürs Wieserhoisl

Im Sommer 2016 waren wir beim Hofkollektiv Wieserhoisl in der Österreichischen Steiermark zu Gast. In drei intensiven Bauwochen entstand dabei ein Glashaus für Jungplflanzen.
Gearbeitet wurde mit Materialien vor Ort: Für das Ständerwerk diente von den Wiederhoisls selbst eingeschnittenem Bauholz und das Dach bildet eine recycelte Swimmingpoolabdeckung. Der Fundamentring wurde mit Feldsteinen und Kalksandmörtel aufgemauert.

Im Fokus der Baustelle stand der Ausstausch und die Vermittlung von Wissen als Hilfe zur Selbsthilfe. Alle Bauschritte wurden zusammen mit den Bewohner_innen und interessierten Gästen geplant und durchgeführt. Angefangen mit der grundlegenden Planung solch eines Gebäudes, über das Schnurgerüst für die Punktfundamente und das Abbinden der Hölzer bis zum Richten des Ständerwerks und abschliessender Stabilisierung der Aufschüttung mithilfe einer Trockenmauer.