Bauwochen in Volzendorf

Im Sommer waren einige von uns bei der neu gegründeten Kommune in Volzendorf im Wendland. Die Bewohner*innen sind in verschiedenen politischen Kontexten im Wendland aktiv, organisieren mit anderen Dorfbewohner*innen eine Kinderbetreuung und stehen in engem Kontakt zur benachbarten Kommune, die schon etwas länger existiert. Außerdem gehört zu der Kommune bisher eine solidarische Landwirtschaft (SoLawi), die ca. 50 Menschen versorgt und eine Backstube mit Holzbackofen, in der mindestens einmal wöchentlich Brot gebacken wird. Es gibt eine Menge weiterer Ideen für den Ort und wir möchten die Kommune weiterhin dabei unterstützen.

Vorerst haben wir einen kleinen Bauwagen wieder aufgebaut, der nun als Rückzugsraum für Gäste funktionieren soll. Hierfür haben wir soweit es ging alte Materialien recycelt wie alte Fenster, eine alte Tür und z.T. auch alte Steinwolledämmung. Ansonsten haben wir versucht möglichst kostengünstige aber dennoch ökologische und langlebige Materialien zu verwenden.

Außerdem haben wir bei dem Umbau der Küche geholfen. Die alte Einbauküche war den Anforderungen einer Kommune mit zehn Bewohner*innen und meistens ebenso vielen Besucher*innen und Helfenden der SoLawi nicht gewachsen. Deshalb haben wir eine Wand eingerissen um den Raum zu vergrößern, die bröckelnde Decke erneuert, einen gruppentauglichen Gastronomie- Gasherd sowie eine große Spüle organisiert und mehrere solide Küchenmöbel sowie eine Kochinsel angefertigt. Jetzt macht kochen dort Spaß.

Eine Treppe für die Feldscheune

Im Februar haben wir noch eine Treppe in die neue Feldscheune der „Roten Beete“-CSA in Sehlis gebaut. Die Leiter zur Zwischenebene war dann doch etwas wackelig – vorallem für die Kinder, die hier leben. Wir haben sie gewendelt, damit sie so wenig Platz wie möglich für die Gartengeräte und Maschinen der Gärtnerei wegnimmt und als Bauteile haben wir wieder möglichst viel Altholz verwendet. Und solange das Geländer nicht als Rutsche umfunktioniert wird, sollte die Treppe jetzt nicht nur für die Arbeit komfortabler, sondern eben auch kindersicher sein.

Mitgemacht haben wieder auch Menschen hier aus der Kommune und eine junge „Lehrlingline“, die durch den Treppenbau grundlegendes Zimmereiwissen erlernen und erproben konnte – das Ausarbeiten von Zapfen und Zapfenlöchern, das Herstellen von Holznägeln, aber auch das Ausmessen und Zuschneiden der Pfosten, Geländer und Treppenstufen.

Vorläufige Internetseite

Hallo!

schön, dass ihr unsere Seite gefunden habt. Auf dieser Seite findet ihr einige Informationen zu unserem Projekt, sowie Kontaktdaten. Wir haben vor, hier noch mehr unserer bisherigen Baustellen vorzustellen und aktuelle Infos zu geben.

-Bausyndikat-

Eine Feldscheune für die solidarische Landwirtschaft „Rote Beete“

Das bisher wohl umfangreichste Projekt des Bausyndikats ist der Bau der Feldscheune für die CSA „Rote Beete“ in Sehlis bei Leipzig. Die Gärtnerei versorgt als Solidarische Landwirtschaft ca. 120 Menschen. Um das zu bewerkstelligen haben sie einige große Maschinen, die untergestellt werden müssen – wofür bisher nur wenige und schwer zugängliche Stellplätze verfügbar waren. Um die Arbeit der Gärtner*innen zu erleichtern, wurde mit unserer Beteiligung eine Feldscheune direkt neben den Gewächshäusern und Anbauflächen geplant und aufgebaut. Die Arbeit daran hat sich fast über ein halbes Jahr hingezogen und hat mit der Treppe vorerst ihren letzten Schliff bekommen.

Gebaut haben wir in den unterschiedlichsten Konstellationen, mit gelernten Zimmer*innen und ungelernten Lernenden, mit großer Beteiligung der Gärtner*innen und Bewohner*innen der ansässigen Kommune, sowie mit lokalen Handwerker*innen.
Wir konnten zu einem sehr großen Teil recycelte Baustoffe verwenden. Das Gesamte Ständerwerk, Teile des Dachstuhls, die Gaube und Teile der Treppe wurden aus alten Balken aus einem nahe gelegenen Abrisshaus gefertigt. Eine Dachseite wurde mit alten Ziegelsteinen eingedeckt. Sämtliche Fenster stammen aus den Restbeständen eines lokalen Glasermeisters. Außerdem wurde die Konstruktion zu einem Großen Teil außschließlich mit klassischen Holzverbindungen ausgeführt.
Hier, beim Bau der Feldscheune, haben wir auch unsere erste Bildungswoche im Bereich Zimmerei durchgeführt, bei der zehn junge Menschen alles fragen, lernen und sofort bauend ausprobieren konnten. Entstanden sind daraus die zwei großen Scheunentore – und Begeisterung fürs Handwerk.